Was Marketer jetzt schon für den Shopping-Marathon 2019 lernen können

Das Weihnachtsgeschäft ist zwar erstmal vorbei und es mag sich komisch anfühlen, schon jetzt über Weihnachten 2019 nachzudenken. Dennoch zeigten sich besonders am Cyber Weekend einige Entwicklungen, die man frühzeitig bei der Planung des neuen Geschäftsjahres einbeziehen sollte. Als Inspiration für den Jahreseinstieg hier ein Überblick der fünf wichtigsten Trends.

Trend 1: Extremes Wachstum

Der erste Black Friday geht auf das Jahr 1952 in den USA zurück. Seither findet er stets am ersten Freitag nach Thanksgiving statt. Zunächst griff Großbritannien den US-Trend auf, der sich inzwischen auf den britischen Inseln etabliert hat. Der Zuwachs an Bestellungen um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist daher auch überschaubar. Ganz anders in Frankreich und Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs in Frankreich die Anzahl an Bestellungen, die über das Rakuten Marketing Affiliate Network am Cyber Weekend 2018 getätigt wurden um 199 Prozent, in Deutschland um 116 Prozent. Der Grund: Jeweils ein Viertel der Konsumenten planen mittlerweile, Käufe in diesen Zeitraum zu legen.

Trend 2: Wachstum in ganz Europa

Stefan Bernauer, Director DACH bei Rakuten Marketing, beobachtet die Verbreitung des Cyber Weekends in ganz Europa: „In diesem Jahr haben wir gesehen, dass die Händler in Frankreich und Deutschland die Bestellungen im Vergleich zu bisherigen Cyber Weekends am stärksten gesteigert haben. Die Bedeutung dieses Einkaufswochenendes im November wächst allerdings auf dem gesamten Kontinent.“ Das Produktangebot sollte also auch in den Nachbarländern angeboten werden. Besonders der europäische Binnenmarkt ist für viele Konsumenten sehr attraktiv. So möchten vor allem die Franzosen (55 Prozent), die Deutschen (50 Prozent) und die Engländer (40 Prozent) Artikel aus der europäischen Region online kaufen.

Trend 3: Sortiment wird ausgeweitet 

Bekannt war das Cyber Weekend bislang besonders für günstige Laptops, Smartphones und Haushaltselektronik. 2018 wurde zudem Mode besonders stark und rabattiert angeboten. Anbieter von Bekleidung und Accessoires sollten sich für 2019 also besonders gut auf ein hartes Wettbewerbsumfeld in der Vorweihnachtszeit rüsten, so Bernauer.

Trend 4: Mobile Commerce wächst

Mit wachsender Erfahrung seitens der User mit Shopping auf dem Smartphone und zunehmend vereinfachten Bezahloptionen wird Mobile Shopping 2019 signifikant an Bedeutung gewinnen. Bereits 48 Prozent der gesamten Website-Einkäufe von Display-Werbungtreibenden in Europa wurden in den Cyber-Tagen 2018 auf Mobilgeräten abgeschlossen. Im Jahr 2017 waren es noch 41 Prozent. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl an Bestellungen, die über den Desktop kamen, auf 38 Prozent.

Trend 5: Social Media mitplanen

Dieses Wachstum von Mobile Shopping wird insbesondere durch Social-Media-Kanäle, Apps und E-Commerce-Plattformen angetrieben, die zunehmend Kaufoptionen direkt in Werbemitteln bieten. In ganz Europa nehmen Einkäufe über soziale Kanäle zu. Im Vergleich zum Vorjahr wurden am Cyber Weekend 2018 242 Prozent mehr Umsatz und 192 Prozent mehr Bestellungen durch soziale Medien beeinflusst. Produkte vermehrt auf diesen Kanälen anzubieten wird 2019 zur Pflicht. „Social Commerce und der Einfluss von sozialen Medien auf den Einkauf spielen in der Customer Journey eine immer wichtigere Rolle. Marken und Produkte müssen dort präsent sein, wo sich die Konsumenten aufhalten, daher ist die Analyse und Neuausrichtung der einzelnen Vertriebsmaßnahmen für viele Unternehmen dringend notwendig,“ rät Bernauer.