Nachdem wir den ersten Teil unserer globalen Studie über Influencer-Marketing mit dem Fokus auf Marketer vorgestellt haben, entdecken Sie in dem zweiten und letzten Teil unserer globalen Studie mehr über die Sichtweise deutscher Verbraucher über Influencer.

YouTubes Monopol bei Influencern ist Geschichte

Influencer sind für Advertiser das umstrittene Phänomen von Digital Marketing 2.0. Ob Sie es lieben oder hassen – unsere weltweit durchgeführte 2019 Influencer Marketing Umfrage hat ergeben, dass Influencer-Marketing weiterhin eine wichtige Werbeform bleibt, um Produkte an den Verbraucher zu bringen. Aber wo finden Marketer diese Verbraucher?
69 % der deutschen Verbraucher nennen Instagram als ihre bevorzugte Plattform, wenn sie sich Inhalte von Influencern anschauen. YouTube (67 %) muss sich somit um zwei Prozentpunkte geschlagen geben. Die Umfrage ergab darüber hinaus, dass die Macht des Influencer-Marktes noch lange nicht nachlässt. 67 % der Befragten agieren mindestens einmal am Tag mit einem ihrer bevorzugten Influencer; 42 % der unter 29-Jährigen sogar mehrmals täglich. Häufig führt dies zu Kaufvorhaben und Käufen. 26 Prozent aller Befragten gaben an, täglich im Netz nach Produkten zu recherchieren, 50 Prozent machen dies einmal die Woche. 79 % der deutschen Verbraucher, die einem Influencer folgen, haben sich bereits zum Kauf eines Produktes entschieden, nachdem sie einen Link dieses Influencers angeklickt hatten. Bei 39 % betrug der Wert des gekauften Produktes bis zu 100 €, bei weiteren 29 % sogar bis zu 500 €.

 

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Mehrheit hat Vertrauen in Influencer und Produktempfehlung

66 % der deutschen Teilnehmer favorisieren aufgenommene Videos, 60 % begnügen sich mit Bildern ihrer Influencer. Livestreams bevorzugen 48 %. 53 % finden ihre Influencer über Social Media und immerhin 47 % verlassen sich auf Tipps von Freunden und Familie. In Deutschland schätzen 37 % die Offenheit eines Influencers und glauben an seine Aufrichtigkeit, wenn er ein gesponsertes Produkt vorstellt. 17 % lassen sich von einer Markenpartnerschaft weder in ihrem Vertrauen zum Influencer noch zu seiner Produktkritik beeinflussen. Lediglich 37 % vertrauen weiterhin dem Influencer, misstrauen aber seiner Besprechung, wenn sie wissen, dass er dafür bezahlt wurde. Insgesamt also vertrauen 91 % den Influencern, denen sie folgen. 65 % der Follower entdecken sogar jede Woche neue Produkte oder Marken durch die Accounts, denen sie Folgen.

Wenn ein von Influencern besprochenes Produkt das Interesse der Konsumenten geweckt hat, klicken 52 % der Deutschen direkt auf einen gesponserten Link im Content von Inlfuencern, um mehr über das Produkt zu erfahren. Die anderen 48 % suchen dagegen auf eigene Faust nach weiterführenden Informationen. Wenn Influencer allerdings zu viel werblichen Content veröffentlichen, ist das für 32 % der Follower ein Grund, zu entfolgen.

Eine vielfältigere Mischung von Influencern

In Deutschland stehen Mode bei 42 %, Gaming bei 40 %, Beauty bei 37 % und Prominenten bei 32 % der Befragten hoch im Kurs. Technik-Influencer folgen hingegen lediglich 25 %, DIY (Do-It-Yourself) nur 14 % und Finance sogar nur 13 %. Die populärsten Influencer-Plattformen sind hierzulande Instagram mit 69 % gefolgt von YouTube mit 67 % und Facebook mit 51 %. Twitter (25 %) und Snapchat (22 %) spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. Marketingspezialisten setzen auch verstärkt auf den Einsatz von “Micro-Influencern”, da sie und ihr Publikum in der Regel stärker engagiert sind und man dieses Potential nutzen kann. Deutsche Marketer sind bereit Micro-Influencern bis zu 32.000 € für eine Kampagne zu bezahlen. Ein Youtube-Video ist ihnen 29.000 € wert und ein Blogpost 23.000 €.

Anthony Capano, Managing Director EMEA bei Rakuten Marketing, kommentiert:

„Das Influencer-Marketing hat bereits einen langen Weg hinter sich und stößt bei Konsumenten, Marken und Influencern auf immer mehr Verständnis. Die Erstellung von ansprechenden, täglichen Inhalten sind arbeits- und kostenintensiv und das wird wertgeschätzt. Es hat aber seinen Preis: Wenn Influencer Produkte bewerben, die nicht zu ihnen passen, schalten die Konsumenten ab. Es geht darum, authentisch zu sein. Marken sollten die Partnerschaft mit Influencern, die sich an ihren Werten orientieren, in den Vordergrund stellen. Influencer sollten vor allem Produkte bewerben, die zu ihrer eigenen “Marke” passen, da sie sonst Gefahr laufen, ihr Publikum zu verlieren“.

Erfahren Sie mehr über die wachsende Rolle von Influencern im Marken- und Produktmarketing, die Wahrnehmung von Influencern und ihrer Inhalte durch die Verbraucher, sowie die Entwicklung von Marken und wie Marketer die Leistung dieser Kampagnen messen. Laden Sie sich die Ergebnisse der 2019 Influencer Marketing Survey herunter.